Yvonne, die Burgunderprinzessin

Eine groteske Komödie von Witold Gombrowicz
Deutsch von Heinrich Kunstmann

Premiere:
Freitag, 29. Mai 2026, 19:30 Uhr
Goethes PostamD
Goethestraße 29
34119 Kassel
https://goethes-postamd.de/

Weitere Vorstellungen:
Samstag, 30. Mai, 19:30 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 17:00 Uhr
Freitag, 12. Juni, 19:30 Uhr
Samstag, 13. Juni, 19:30 Uhr
Sonntag, 14. Juni, 17:00 Uhr

Eintritt:
15,00 € / ermäßigt 10,00 €

Ticketreservierung:
kontakt@goethes-postamd.de


Ein hochherrschaftlicher Adel – die Elite des Landes – feiert sein Zeremoniell zur Festigung der wohlgeformten Distanz zum Pöbel. Doch am Höhepunkt der Festlichkeiten droht ein Skandal zu schlüpfen. Prinz Philipp, Thronfolger und Trendsetter, erlaubt sich einen Streich, der die wohldistinguierten Schlossbewohner in ihren Grundfesten erschüttert: Er verlobt sich mit Yvonne – Repräsentantin der niedersten Gesellschaftssphären. Und so beginnt sich – dank Gombrowicz‘ herrlich irrsinniger Sprachspiele – eine Groteske zu entfalten, die für den Prinzen die Rebellion, für das Königspaar aber den puren Wahnsinn bedeutet. Denn Yvonne entspricht nicht dem Schönheitsideal, und übrigens auch sonst keinem Ideal. Ihre Schlichtheit ist vulgär, ihre farblose Anwesenheit Provokation. Das Schlimmste an ihr jedoch: ihr Schweigen. Ein unerklärliches Schweigen, das wie ein rätselhaftes Wasser die Abgründe ihrer Betrachter spiegelt.

Mit diesem Wort, Schweigen, endete die letzte Produktion des Theater am Fluss – Bernarda Albas Haus, 2025. Ein Jahr nach diesem verzweifelten Ausruf Bernardas lässt das TaF eine Figur im Mittelpunkt stehen, die dieses Wort verkörpert: Yvonne, die Burgunderprinzessin. Der Kampf um einen gewissen Freiheitsdrang drückt sich in unterschiedlichen Genres in beiden Werken aus. Damit setzt das TaF seine Tradition fort, zeitgenössische Konflikte in zeitlosen Stücken zum hintergründigen Vorschein zu bringen. In diesem Jahr besonders: das TaF feiert mit dieser Produktion sein 20-jähriges Jubiläum!


Es spielen: Nadine Bannach, Frank Böck, Annette Eisenmann, Jörg Hapke, Magdalena Heinzen, Sina Jaspers, Natalia Karchevskaya, Monika Mauß, Niklas Michel, Lina Rach, Nelly Recknagel, Anna Wittig

Regie: Yorick Tortochaux
Regieassistenz und Bühnenbau: Jerome Küster
Licht: Jonathan Wagenleitner

Grafik: Zbigniew Przadka
Plakat: Georg Reinhardt

Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main · Deutscher Theaterverlag, Weinheim


Mit freundlicher Unterstützung:
Kasseler Sparkasse
Schauspielschule Kassel
Goethes PostamD
AStA der Universität Kassel


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