
Bernarda Albas Haus
Eine Tragödie von Federico García Lorca
Deutsch von Hans Magnus Enzensberger
Premiere:
Freitag, 9. Mai 2025, 19:30 Uhr
Kulturhaus Dock 4 / Deck 1
Oberste Gasse 1
34117 Kassel
dock4.de
Weitere Vorstellungen:
Samstag, 10. Mai, 19:30 Uhr
Sonntag, 11. Mai, 17:00 Uhr
Weitere Vorstellungen in:
Goethes PostamD
Goethestraße 29-31
34119 Kassel
goethes-postamd.de
Freitag, 20. Juni, 19:30 Uhr
Samstag, 21. Juni, 19:30 Uhr
Sonntag, 22. Juni, 17:00 Uhr
Eintritt:
15,00 €
ermäßigt 10,00 €
Ticketreservierung:
dock4.de/karten
kontakt@goethes-postamd.de
In Bernarda Albas Haus dringt nichts ein und nichts nach draußen. Die Patriarchin herrscht streng über ihre fünf Töchter, ihr Denken, Fühlen und Handeln, zumindest wo es nach außen dringen könnte. Alles Innere sieht sie mit feindlichem Blick, besonders wenn es lodert, wie bei der ein oder anderen Tochter: Angustias 35, Magdalena 28, Amelia 25, Martirio 22, Adela 20.
Bernarda Albas Mann ist kürzlich verstorben. Eine Trauerphase von acht Jahren wird befohlen. Unter dem Verbot jeder Lebensregung braut sich im Haus etwas zusammen. Jede Tochter spürt auf ihre Weise ein Brodeln im Untergrund, den geheimen Aufstand der Blüte ihrer Jugend. Auch die im Haus lebende Mutter Bernardas, María Josefa, und die Haushälterin La Poncia fügen sich nicht ohne Weiteres der Despotin.
Das vielgestaltige Verlangen nach Lebendigkeit vereint sich in einer einzigen Projektion, die zur vagen Rettung aus dem zum Grab gewordenen Haus lockt: Pepe el Romano. Ist er die große Liebe, das sehnsüchtige Ticket nach draußen oder doch nur das nächste bittere Gefängnis? Sollte der Ausweg auch nur eine Täuschung sein; sie liegt in Reichweite. In Pepe bündeln sich alle Hoffnungen, Sehnsüchte, Träume, jedoch auch die Furcht vor dem Unbekannten. Denn keine der Töchter durfte je erotische Erfahrungen sammeln – es herrscht sexuelle Zwangsmoral.
Im kalten Dunkel ist die Verheißung des Feuers beileibe besser als blind zu erfrieren. Und so entbrennt in den Mauern Bernarda Albas Haus ein verhängnisvoller Kampf um die Selbstbestimmung der Gefangenen.

Es spielen: Nadine Bannach, Gülce Fitzek, Jörg Hapke, Magdalena Heinzen, Sina Jaspers, Monika Mauß, Alicia Offermann, Nelly Recknagel, Anna Wittig
Regie: Yorick Tortochaux
Technik und Bühne: Jerome Küster
Fotos: Jörg Hapke
Illustration und Gestaltung: Carolin Pysalski
Aufzeichnung und Trailer: Jakob Recknagel
Aufführungsrechte:
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main
Mit freundlicher Unterstützung:
Schauspielschule Kassel
Kulturhaus Dock 4
Goethes PostamD Kulturverein
AStA der Universität Kassel
Frank Böck




